Eigen-Sinn

Nichts
und niemand könne, so meinte der Grossmeister der Sinnfragen,
Viktor Frankl, einst, könne jemandem Sinn geben oder stiften.
Sinn finden wir nur ins uns allein.
Das
ist eine schlechte Nachricht: Wieder mal bleibt alles an uns hängen,
und was wir nicht selber machen, geschieht nie. Wenn wir in unserem
Leben Sinn finden wollen, kann es sich nur um unseren eigenen Sinn
handeln: um Eigen-Sinn.
Das
ist eine gute Nachricht: Wir sind frei, einen Eigen-Sinn in unserem
Leben zu finden, niemand kann uns vorschreiben, worin unsere Sinn-Quellen
bestehen sollen. Was nicht heisst, dass wir dadurch zu Solisten würden.
Neben dem, was wir tef in unserem Inneren finden, sind erfüllte
Beziehungen für die meisten Menschen die wichtigste Sinn-Quelle.
Auch
die Natur oder die Philosophie, um nur zwei zu nennen, können
für uns Menschen Quellen sein, an denen wir Sinn finden. Allerdings
keinen, der immer schon da gelegen hätte und den wir nur abzuholen
brauchen. Nur wir allein verleihen etwas Sinn. Dafür ist es dann
unser eigener.
Eigen-Sinn
ist also nicht etwa Ausdruck von störrischem Aussenseitertum,
sondern das tiefste Geheimnis der Suche nach Sinn überhaupt.
Das zu wissen, kann nichts schaden, denn ohne Sinn in unserem Leben
(wobei wir vielleicht besser in der Mehrzahl von Sinne reden würden),
verkümmert unsere Lebensqualität. Und das wäre doch
schade...

Mut zum Eigen-Sinn gerade
in den besinnlicheren kälteren Jahreszeiten wünsche ich
Ihnen deshalb vor allem. So schwer ist es gar nicht...
In diesem Sinne:
Ihr Andreas Giger
PS. Impulse für
Eigen-Sinn finden Sie jetzt auch auf meiner neuen Homepage
www.bewusstseins-elite.net. Speziell zum Thema passt der Impuls-Artikel
Die Zukunft
gehört den Eigensinnigen.
Das Editorial 09-05 "Lob
der Langsamkeit!" finden Sie hier.
Das Editorial 07-05 "Rettet
das Individuum!" finden Sie hier.
Das Editorial 05-05 "Wert-volle
Papamania " finden Sie hier.